Seit einigen Jahren übernimmt die Schule die Patenschaft für ein hilfebedürftiges Kind in einem Entwicklungland. Dazu ist die Schule Pate bei der Kindernothilfe.
Für 31,- € pro Monat (372,- € pro Jahr) erhält das Patenkind eine Schulbildung, medizinische Versorgung, Essen und eine ganzheitliche Betreuung. Zusätzlich werden Projekte untersützt, die sowohl das Einkommen der Familie aufbessern als auch deren Wissen in Bezug auf Erziehung, Gesundheitsfürsorge etc. erweitern. Wir bedanken uns an dieser Stelle bei allen Spendern, die dafür sorgen, dass wir diese Aktion weiterhin unterstützen können. Spendenmöglichkeiten bestehen direkt in der Schule und bei verschiedenen Veranstaltungen der Schule. Insbesondere kommt die Hälfte des Gewinns vom Essen- und Getränkeverkauf beim Martinsfest der Patenschaft zu Gute.
Unser derzeitiges Patenkind Jasminka hat sich uns in folgendem Brief vorgestellt:
Ich heiße Jasminka, bin neun Jahre alt und gehe in die vierte Grundschulklasse. Ich habe noch einen älteren Bruder und eine jüngere Schwester.
Wir leben in Südamerika, genauer gesagt in der Stadt Montero in Bolivien. Hier in Bolivien, besonders auf dem Land, ist es sehr schwer eine bezahlte Arbeit zu finden. Aus diesem Grunde kommen viele Menschen zu uns in die Stadt in der Hoffnung auf Arbeit und so genug Geld zu verdienen, um ihre Kinder in die Schule schicken zu können. Bei uns gehen nämlich viele Kinder gar nicht zur Schule, weil sie auf ihre Geschwister aufpassen oder selbst arbeiten müssen. Häufig landen die Menschen, die Arbeit suchen, in den ärmsten Gegenden der Stadt, den Slums, in einem dieser Slums liegt die Einrichtung, die ich besuche.
Hier in Montero gibt es, wenn überhaupt, nur schlecht bezahlte Arbeit als Waschfrau, Hausangestellter, Straßenhändler, Gehilfe auf dem Bau oder als Tagelöhner. Zum Glück haben meine Eltern eine Arbeit gefunden: Sie kleben Schilder auf Medizinflaschen. Sie verdienen ungefähr 45 € im Monat. Wir leben zu viert in einem Raum zur Miete. Es gibt dort kein Trinkwasser. Ich bin froh, dass ich von montags bis freitags in eine Schule gehe und die Tagesstätte besuchen kann. Hier gibt es regelmäßige Mahlzeiten und sauberes Wasser. Ich gehe gern dorthin, weil wir dort auch Sport treiben können und einen schönen Spielplatz haben. Mein Lieblingssport ist Baskettball. Ich fahre auch gerne Fahrrad. Morgens spiele ich, mache meine Hausaufgaben und helfe bei den Reinigungsarbeiten. Nachmittags gehe ich in die Schule. Mein Lieblingsfach ist übrigens Sprache. Mit dem Geld, das ihr durch den Kauf von Brezeln und Würstchen während des Martinsfestes einnehmt, unterstützt ihr die Einrichtung und ermöglicht es mir, ein weiteres Jahr die Tagesstätte zu besuchen.
Ein früheres Patenkind war Ralph G. von den Philippinen. Ralph ist am 25.11.2000 geboren und wohnt in Suba, Bayawan City. Seine Mutter war noch sehr jung (16 Jahre) als sie ihn bekam. Sie konnte noch kein Geld verdienen, da sie selbst noch die Schule besuchte. Sie war daher sehr froh, dass sie Ralph in eine Kindertagesstätte geben konnte, wo er die Vorschule besucht, regelmässig etwas zu essen bekommt und gut versorgt wird. Ralphs Großmutter und deren Brüder unterstützen Ralph und seine Mutter auch, so dass es ihnen mittlerweile ganz gut geht und sie viel Freude beim gemeinsamen Spiel haben.
Bayawan City liegt im Süden der Insel Negros direkt an der Küste der Sulu See. Negros ist die größte Insel der zu den Philippinen zählenden Visayas-Inseln. Die Insel ist 12.705 km² groß und hat 2,8 Millionen Einwohner. Hauptorte sind Bacolod im Westen und Dumaguete im Osten. Wichtigste Wirtschaftszweige sind der Anbau von Zuckerrohr, Reis, Mais, Bananen und Kokospalmen (Quelle: Artikel Negros. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.



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