In allen Klassen ging es drei bis vier Stunden lang hauptsächlich um Mathematik. Die Kinder haben erfahren, dass Mathematik ganz und gar nicht bedeutet, trocken und mühevoll Päckchen für Päckchen durchzurechnen. Im Gegenteil: Wir haben uns auf eine gemeinsame Entdeckungsreise gemacht vor allem in das Land der Geometrie. Dort hat es einige Überraschungen und spannende Erfahrungen gegeben ...
Dabei gab es folgende Schwerpunkte:
- Tangram, das alte chinesische Legespiel mit sieben verschiedenen geometrischen Formen
- Muster – finden und gestalten
- „Spieglein, Spieglein in der Hand...“
- Symmetrien – Entdecken und zeichnen mit Geodreieck und Zirkel
Die Jahrgangsstufe 1 beschäftigte sich intensiv mit dem Tangram, einem alten chinesisches Legespiel, das vermutlich zwischen dem 8. und 4. Jahrhundert v. Chr. entstand. Das Spiel besteht aus sieben Plättchen in einfachen geometrischen
Formen. Die Plättchen entstehen durch das „Zerschneiden“ eines Quadrates in zwei große Dreiecke, ein mittelgroßes Dreieck, zwei kleine Dreiecke, ein Quadrat und ein Parallelogramm. Aus diesen Plättchen können zahllose Formen gelegt werden, die dann schattenrissartig
Tiere, Schiffe oder andere Gestalten zeigen. Üblicherweise müssen dazu
alle Teile verwendet werden, wobei sie nicht übereinandergelegt werden
dürfen. Es wurden von den Kindern geometrische Muster erkannt, nachgelegt und kreativ umgebaut.
Die Klasse 2b hat sich mit der Mathematik als der "Wissenschaft von den Mustern" (Keith Devlin) beschäftigt. Eine Woche lang haben wir uns damit beschäftigt, Muster zu erkennen, nachzuzeichnen, zu vergleichen, fortzusetzen und zu beschreiben.
Muster auf den Fliesen im Badezimmer oder in der Küche zu Hause, auch die Muster im Treppenhaus der Schule wurden von den Kindern genauer untersucht, beschrieben und nachgezeichnet.
Einige Kinder sammelten erste Erfahrungen mit dem Zirkel und entwickelten eigene kreative Muster.
Auch Schere und Kleber kamen zum Einsatz. Aus quadratischem Origami-Papier entstanden Rechtecke und kleinere Quadrate, die dann wie ein Parkettmuster aufgeklebt wurden.
Sehr beliebt waren aber alle Muster, die man mit Buntstiften entstehen lassen konnte.
Auf der Hundertertafel konnte man Muster durch Rechnen entstehen lassen oder auch umgekehrt zu Mustern Additions- oder Subtraktionsaufgaben erfinden.
Besonders spannend war es allerdings, zu Mustern Musik zu machen. Mit Becken, Zymbeln, Triangeln konnte eine Gruppe aus Metall-Instrumenten gebildet werden. Klanghölzer, Holzblocktrommeln und Röhrentrommeln ergaben eine Gruppe aus Holz-Instrumenten. So wurde die Farbe Blau in einem Muster zum Beispiel von allen Metall-Instrumenten gespielt, während die Farbe Rot von den Holz-Instrumenten verklanglicht wurden. Anfangs entstand aus den Mustern noch ungeplant der Klang. Später begannen viele Kinder, vor dem Malen der Muster die Instrumentierung zu planen und auch die Reihenfolge der Klänge festzulegen. Erste kleine Kompositionen entstanden, die mit viel Beifall begrüßt wurden. Sehr schnell verstanden die Kinder, wie verwandt sich an der Stelle Mathematik und Musik sind.
Bei der Präsentation dieser Arbeit wurden alle Gäste, Mütter und Väter, später auch die Kinder der anderen Klassen, eingeladen, sich selbst an der Verklanglichung von gemalten Muster zu beteiligen.
Die ursprüngliche Leitidee für die Klasse 3a war 'Groß und Klein' lernen im Projekt 'Mathematik und Kunst verbinden' von- und miteinander. Ausgehend von dieser Idee haben wir den Kindern dann verschiedene Angebote gemacht, durch die sie handelnd ihre Symmetrieerfahrungen sammeln und erweitern und den Umgang mit Geodreieck und Zirkel einüben konnten. Hier standen das Geobrett und das Spiegeln von Voll- und Halbfiguren im Vordergrund. Auf der Grundlage dieser Erfahrungen sollten sie dann selbst kreativ werden und in eigenen Arbeiten Ideen mit Farbe und Form entwickeln und umsetzen. Zudem haben wir zwischendurch Werke wie etwa von Kandinsky angeschaut, um neue Ideen anzuregen. Daraus sind dann Arbeiten wie ,Unser Weltall' oder die Arbeiten aus den Grundformen von Kandinsky entstanden, die in jahrgangsübergreifenden Gruppen entwickelt wurden.
- Es wurden von Kindern Zirkel selbst gebaut (Historie)
- mit dem Geobrett gespiegelt
- Formen nachgelegt
- Formen gespiegelt
- Spiegelachsen gesucht und gefunden
- symmetrische Mandalas erfunden
- in gespiegelten Bildern Fehler gesucht und gefunden
- symmetrische Figuren/Formen hergestellt, entdeckt und ausgemalt
Über die Projektwoche wurde auch in der WAZ berichtet.
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